Was ist das denn jetzt schon wieder? Neuer Trend? Alter Wein in neuen Schläuchen?

Na ja, von allem ein bisschen: Darunter verstehen wir Langstreckenfahren, mit und ohne Gepäck, auf der Straße oder off-road. Als 24-Stunden-Rennen oder ausgedehnte Urlaubstour. Diese Variante der Radler will nur eins: Fahren, fahren, fahren ... aus welchem Grund auch immer. Deshalb hat diese Spielart auch ganz unterschiedliche Ausprägungen, die sowohl ins Rennradeln, Mountainbiking als auch Trekkingradeln ausstrahlen.

Doch der Reihe nach:

... oder 24-Stunden-Rennen:
Natürlich kann man mit einem Rennfully wie dem Merida Ninety-Six und dem Orbea Oiz auch 24 Stunden fahren. Allerdings sind dies (in der 100 mm-Variante) wettkampfspezifische Bikes mit aggressiver Geometrie, die speziell auch für kurze Crosscountry-Rennen konzipiert wurden. Da auf langen Strecken die Ermüdung aber eine entscheidende Rolle spielt, halten wir ein spezialisiertes Bike wie das Salsa Spearfish für geeigneter: Etwas entspanntere Sitzposition und ein flacherer Lenkwinkel bei gleichzeitig straffem, vortriebsorientiertem Fahrwerk. Damit ermöglicht es auch nach vielen Stunden noch einen anstrengenden Uphill, den anspruchsvollen Trail und den knackigen Downhill.
Damit ist es auch ideal geeignet für den Tagestouren-Montainbiker, der keine mit viel Federweg aufgepumpte Spaßmaschine durch die Gegend schleppen und trotzdem am Ende das Tages noch den Wurzeltrail fahren will.

... oder Gravel-Race:
Gibts in den USA schon lange und wird demnächst auch bei uns Einzug halten. Breitere Reifen für mehr Traktion, Grip und ermüdungsfreieres Fahren auf Schotterpisten und Waldwegen sind das auffälligste Merkmal für diese Art Bike. Salsa besetzt diese Nischemit dem vom Fargo abgeleiteten Cutthroat in Carbon. Das Bike wurde speziell für Mehrtagesrennen entwickelt und verfügt mit der Möglichkeit, viele Halter am Rahmen zu montieren, auch über ideale Voraussetzungen für Selbstversorgerrennen.

Und wer es etwas gemächlicher angehen lassen will oder auch Gepäck transportieren will, dem offeriert Salsa das neue Vaya mit Stahlrahmen. Das Vaya spannt somit den Bogen zum Bikepacking.

... oder Mehrtagestouren-Fahrer:
Sie brauchen neben einem guten Langstreckenfahrzeug auch noch die Möglichkeit, Gepäck am Rad zu verstauen? Lowrider und Gepäckträger sollten also mit speziellen Aufnahmen leicht zu montieren sein.
Dafür hat Salsa als offroad-Variante das Fargo und das Vaya entwickelt.

Das Fargo verfolgt mit seiner Konstruktionsart ein Ziel: wartungsarm, ohne Schnick-Schnack. Das Fargo muss man sich als Twentyniner-Mountainbike mit Rennlenker vorstellen. Allerdings ist dieser extrem nach außen gewölbt, um langes Fahren mit Griff unten zu ermöglichen. Und es hat Rennrad-Bremsschalthebel mit Mountainbike-Antrieb und mechanischen Scheibenbremsen.
Der Rahmen ist aus Stahl, genauso wie die Gabel (die allerdings auch durch eine gewichtssparende Carbongabel ersetzt werden kann). Stahl hat einen entscheidenden Vorteil: Es kann im schlimmsten Fall in jeder Autowerkstatt geschweißt werden, irgendwo auf der Welt.
Besonderer Clou: Statt der Standardgabel aus Stahl oder Carbon kann auch eine 100 mm Federgabel montiert werden.

Resume: Kein wartungsintensives Teil und einfach zu reparierendes Material! Wie geschaffen für den Weltenbummler. Fast überflüssig zu erwähnen, dass mit den variablen Ausfallenden auch ein Rohloff-Antrieb möglich ist.

Für den Straßen-Bikepacker, der auch Schotterpisten und Waldwege nicht scheut, bietet sich das Vaya an. Auch hier ist der Rahmen aus Stahl oder - auch ganz interessant - aus Titan. Der Unterschied zum Fargo liegt in der etwas sportlicheren Sitzposition und den etwas dünneren Reifen (42 mm).

Bikepacking braucht auch Taschen und Gepäckträger. Und deren Angebot ist fast unüberschaubar. Was wir nicht im Laden haben, können wir Ihnen für Ihren nächsten Trip sicherlich besorgen.

Ein interessantes Feature: Der Thule-Gepäckträger, der sogar Mountainbike-Fullies und Federgabeln in Packesel verwandelt. Schnell aufgebaut, packtaschentauglich. Und neuerdings gibt es auch noch die Thuletaschen mit gut überlegten Features.

Und dann war da noch was: Die Neudefinition der Satteltasche: Stabil, wasserdicht, flexibel. Bis zu 16 l Packvolumen. Besser als jeder Rücksack! Jetzt auch mit Klickfix-Adapter für die schnelle Montage und made in Oberbayern!

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Neu eingetroffen: Merida One-Twenty XT, Orbea Terra, Orbea Occam TR, Orbea Alma, Salsa Cutthroat

Impressionen von der Eurobike:

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