Unter dieser Rubrik ...

... wollen wir Ihnen interessante Neuerungen vorstellen, Sinn und Unsinn mancher Entwicklungen verdeutlichen und in einer Kolumne darstellen, was uns bewegt.

Fahrrad als Fluggepäck

Bei vielen Fluggesellschaften kann statt des regulären Freigepäcks bis 23 kg mittlerweile auch ein Fahrrad kostenlos mitgenommen werden. Also am besten das Fahrrad in einen Fahrradkarton (liegen bei jedem Händler rum), bis auf 23 kg mit Helm, Schuhen und Klamotten auffüllen und den Rest ins Handgepäck.

Die speziellen Fahrradkoffer werden mit Fahrrad die 23 kg-Freigrenze in der Regel übersteigen, der Karton ist also die bessere Alternative.

Wem die 23 kg plus Handgepäck (Gewichtsgrenze 6 oder 8 kg je nach Fluggesellschaft) nicht ausreichen, muss ein zusätzliches Gepäckstück als Übergepäck bezahlen (in Europa bei Airberlin 70 € pro Strecke!).

Wichtig: Das Fahrrad bei der Fluggesellschaft anmelden (Fahrradkarton mit den Maßen 150x80x30cm, 23 kg) und unbedingt darauf bestehen, dies als Freigepäck kostenlos mitzunehmen. Die Bestätigung der kostenlosen Anmeldung (kommt per mail von der Fluggesellschaft) ausdrucken und am Check-in vorlegen.

Nachdem in den beiden letzten Jahren die Kosten für die Fahrradmitnahme quasi explodiert sind, halten wir das jetzt für eine großartige Möglichkeit, umsonst sein Fahrrad nach Malle ins Trainingslager mitnehmen zu können! Wir haben das Ganze kürzlich mit Airberlin praktiziert und es hat einwandfrei geklappt.

Das Märchen von der richtigen Sitzposition ...

... die über das senkrechte Lot von der Kniescheibe durch die Pedalachse ermittelt wird:

Sitzposition mit der richtigen Sattelhöhe einnehmen und den Sattel so lange verstellen, bis ein Lot, das man an die Kniescheibe hängt, durch die Pedalachse des waagrecht nach vorne gestellten Pedals läuft. So einfach ist das! Zumindest wird das in Bikezeitschriften, die irgendwie das Sommerloch füllen müssen, und auch von einzelnen Bikefitting-Experten so behauptet.

Wir Deutschen, Vermessungs- und Normierungsweltmeister! Ein wenig Geometrie:
Die Sitzhöhe ermittelt sich aus der Beinlänge, soweit unstrittig. Wird nun also der Sattel auf der richtigen Höhe festgestellt und solange verschoben, bis - wie beschrieben - das Lot durch Knie und Pedalachse läuft, ergibt sich für jeden Biker zwangsläufig ein fest definierter Sitzwinkel gegenüber dem Tretlager.

Für diejenigen, die ihren Sattel so einstellen, tut es uns ab hier wirklich leid: Sitzwinkelangaben der Fahrradhersteller sind für sie ab sofort uninteressant, denn es gibt für sie nur einen richtigen Sitzwinkel. Und der gilt fürs Renn- und Triathlonrad genauso wie für das Allmountain- und Trekkingrad. Sollten Sie an Ihrem MTB eine absenkbare Federgabel haben: Bitte bei Absenkung den Sattel nach hinten schieben! Triathlonrad mit 76 Grad Sitzwinkel? Sorry, die anderen werden jetzt leider schneller sein.

Je nach Fahrradtyp wird die Körperhaltung des Radlers nach vorne oder nach hinten gekippt. Ein senkrechtes Lot zum Erdmittelpunkt kann also kein befriedigendes Ergebnis bringen. Vielmehr ist auf die Wirkrichtung aus dem Körperschwerpunkt, dem zentralen Gegenhalter des Drucks auf das Pedal, abzustellen. Und das Ganze ist individuell und je nach Rad sehr verschieden.

Was wir damit sagen wollen? Lassen Sie sich nicht von Experten, die nur Ihr Bestes wollen, mit teuren Messmethoden veräppeln. Fast jede Sitzposition kann verbessert und effektiver gestaltet werden. Dabei helfen wir Ihnen gerne! Aber hören Sie auch zu einem guten Stück auf Ihren Körper. Leider haben wir das in unserem Normierungswahn verlernt! Nur wer sich wohlfühlt, fährt gut und gerne Rad.

Direkt zu unseren Schrauberkursen und Ausfahrt-Terminen: ... hier

Neu eingetroffen: Merida E-One-Twenty 500, Merida EBIG.Nine XT-Edition, Merida EBIG.Tour 27 XT-Edition, Merida ENINETY-NINE XT- Edition

Impressionen von der Eurobike:

Impressum | Haftungsausschluss